About ‘The Future of Mobile Messaging’ and ‘how to ride a dead horse’

Ich bin soeben aus Prag von einer 2-tägigen Konferenz zum Thema “The Future of Mobile Messaging” zurückgekommen.

Der Großteil der Teilnehmer waren Mobilfunkbetreiber, dann noch ein paar Firmen, die technische Lösungen für Mobilfunkbetreiber entwickeln und einige wenige Start-Ups, denen ein Start-Up Panel am Nachmittag des 2. Tages gewidmet wurde.

Enttäuschenderweise wurden hauptsächlich Cases vorgestellt, wie man seiner Kundenbasis noch mehr SMS-Bundles verkaufen kann und wie MMS jetzt auch endlich mal ein Erfolg wird. Zum Thema “The Future of Mobile Messaging” weiß ich jetzt also genauso viel wie vorher.

Schade, dass ich die Erwähnung von Facebook nicht mitgezählt habe, die dürfte in den 2 Tagen im dreistelligen Bereich gelegen haben. Es freut mich zu sehen, dass damit Social Networks auch von den Mobilfunkbetreibern zunehmend auf breiter Ebene ernst genommen werden. Vermisst habe ich dabei jedoch klare und vor allem offensive Antworten auf die offensichtliche Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens. Hier könnten Mobilfunkbetreiber durch einen stärkeren Fokus auf die eigenen Assets sicherlich einen wesentlich proaktiveren Beitrag zur Veränderung im Kommunikationsverhalten leisten. Die aktuelle Ankündigung von Vodafone 360 ist ein schönes Beispiel, wie die Reise aussehen kann.

Und wie sieht nun die “Future of Mobile Messaging” aus?

Meiner Meinung nach wird es in Zukunft weniger um die Frage gehen, welches Kommunikationstool wir nutzen (SMS versus mobile E-Mail etc.), sondern viel eher um eine nahtlose Kommunikation mit einem Kontakt. Teile davon sehen wir heute schon in Google Wave und im unified messaging. Wesentlich hierbei ist, dass das Telefon in der Lage ist, zu erkennen mit welchem meiner Kontakte ich welche Kommunikationsform bevorzuge. Wenn ich also beispielsweise mit Kontakt A hauptsächlich via E-Mail kommuniziere, ist der Messaging client in der Lage beim editieren meiner Nachricht E-Mail als Transportmittel meiner Nachricht vorzuschlagen bzw. zu verwenden. Das lernende System wird also auch in der mobilen Kommunikation ein wichtige Rolle spielen.

Welche Rolle Mobilfunkbetreiber dabei einnehmen, hängt wohl von der Lernfähigkeit des eigenen Systems (i.S. von Organisation) ab.

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