The Information We Broadcast
Die so genannte “swineflu” kursiert derzeit im Web, Twitter ist voll davon, etliche Blogs und Newsseiten berichten von der Schweinegrippe, die ihren Ursprung in Mexico City hat.
Aus meiner Sicht ist viel davon Panikmache. Wenige Todesfälle gab es bis jetzt nur in Mexiko und wenn man die Anzahl dieser Todesfälle mit derer durch andere Krankheiten vergleicht ist sie geradezu verschwindend gering. Damit will ich sagen, dass die Nachrichtenflut zum Thema swineflu keineswegs im Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung steht.
Das verwunderliche dabei ist, dass jede Menge “Webaktivisten” unter ihrem eigenen Namen bei Twitter und auf ihren Blogs ihren Teil dazu beitragen.
Das Web ist im Wandel, Social Networks öffnen sich, wir reden vom „Social Web“, indem Unterhaltungen über Webseiten und Portale hinaus stattfinden und sich dementsprechend Aussagen der jeweiligen Personen über das Web verfolgen lassen. Wir sind nicht länger innerhalb der Grenzen von Facebook & Twitter, sondern weit darüber hinaus unterwegs.
In einer User Befragung im Rahmen meiner Arbeit war ein Trend sehr auffällig: Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um ihre Privatsphäre im Web, melden sich teilweise wieder bei Social Networking Seiten ab und treten nur noch im beruflichen Kontext im Web auf.
Mit dem Wissen, dass alles was wir tun und sagen im Web, auffindbar ist wächst also auch das Bedürfnis nach Schutz der eigenen Privatsphäre und vor allem das Bedürfnis nach Schutz vor dem „Lärm“, den das eigene Netzwerk im Facebook- oder Twitter Stream verursacht.
Die Transparenz im Web führt also langfristig zu wesentlich reflektierterem Verhalten und der Frage „Was ist relevant für mich und mein Netzwerk?“. Wenn ich mir nun als aktiver Teilnehmer im Web die Frage stelle, ob der 1000ste tweet über swineflu interessant oder relevant für mein Netzwerk ist. Dann ist die Antwort Nein.
Für mich gibt es dabei 3 Stufen von Informationen, die ich ins Netz sende:
a.) meine engen Freunde und Verwandten darüber informieren wo ich bin und wie es mir geht (e-mail und facebook)
b.) meine Freunde und Bekannte unterhalten (facebook)
c.) Mehrwert im beruflichen Kontext – Nachrichten- und Hintergrundinformationen für meine „follower“ schaffen (twitter)