Archive for März, 2009

My 2 Cents On Google In The Mobile Space

Sonntag, März 8th, 2009

Google hat das Ziel jegliche verfügbare Informationen zu organisieren und zu sammeln. Im Interview mit Charlie Rose hat Eric Schmidt, CEO von Google ein sehr interessantes Szenario beschrieben:

“When somebody types something today, they’re really typing in the context of their history, their background, what they know, their belief systems and so forth. And if they give us permission, we can give some of that to give them more accurate information. So now let’s imagine for purposes of argument a situation where you’re walking down the street, and it’s with your mobile phone and your GPS. So why can’t my phone generate the searches that I should have been asking. It knows what I care about. I’m a fan of history. When I walk down the streets of New York, why doesn’t it tell me the history of every building so that I don’t have to bother to type, I can just see it.

Imagine the situation where the person, the GPS, the phone and this constant searching creates a narrative stream.
It’s highly personal and highly entertaining. Entertain me.”

Ich muss also nicht mehr selbst initiiert einen Suchbegriff eingeben, vielmehr liefert mein Handy automatisch aufgrund meines Interessenprofils und - dank GPS – meiner Location auf mich persönlich zugeschneiderte Daten genau in dem Augenblick, in dem ich sie benötige.

Wichtig dabei ist, und das räumt Schmidt auch ein, bestimmen zu können wann, wie und wo ich diese Informationen auf mein Handy geliefert bekommen möchte. Schließlich gibt es jede Menge Situationen, in denen ich diese Art des Informationspushes als störend empfinde. Ähnlich verhält es sich bei Mobile Advertising, auch hier möchte ich vorher gefragt werden. Und genau hier liegt das grosse Potenzial für Google auf dem Handy.

Die Zukunft von Information (oder soll ich besser gleich sagen ’von Google’) wird personalisiert (also Kontextbezogen), mobil (also jederzeit und überall verfügbar) und durch Werbung finanziert sein.

The Location Scenario On Your Mobile

Montag, März 2nd, 2009

Location wird neben so genannten ’Social Features’ im Handy eine der Kernanwendungen werden. Meine Vision davon sieht so aus, dass alle personen- und Kommunikationsbezogenen Anwendungen rund um das Adressbuch integriert werden und mit selbigen interagieren. Wohingegen sich die ortsbezogenen Dienste um die Map drehen werden.

Google, Nokia, BlackBerry und weitere bieten ihr eigenes Kartenmaterial als Bestandteil der Benutzeroberfläche bzw. des Endgerätes an.

An ’Location’ wird der Anwender jedoch je nach Situation andere Ansprüche und Informationen benötigen. Die Frage ist, wie lassen sich diese Information sinnvoll in das Kartenmaterial integrieren und anwenden?

Wir bewegen uns immer mehr von der Massenmarkt-Sicht weg zu einer Segmentierung des Konsumentenmarktes hin. Man könnte auch sagen von General Interest zu Special Interest. Dieses Prinzip hat sich schon längst im Mobilfunkmarkt durchgesetzt.

Wenn also jedes Endgerät Kartenmaterial beherbergt, möchte ich für mein jeweiliges Informationsbedürfnis eine Art Layer haben, der sich auf das Kartenmaterial schiebt und mir die entsprechende Anreicherung des Kartenmateriales mit Inhalten darstellt. Beispielsweise die Umgebungssuche. Warum nicht Inhalte eines Reiseführers wie Lonely Planet inkl. Bewertungen, das öffentliche Verkehrsnetz der jeweiligen Stadt oder eben das ’Social Net’, also meine Freunde aus dem Adressbuch mit deren Status, per Klick auf das Kartenmaterial ziehen?

Aus Sicht vieler klassischer Content-Anbieter entsteht somit wieder eine neue sinnvolle Zweitverwertung von Inhalten.

Das Kartenmaterial ist also umsonst, der jeweilige ’Content of Interest’ kann dann im App Store beispielsweise per Session oder pro Edition erworben werden.