Mobile Megatrends by Vision Mobile
Freitag, Februar 27th, 2009Dank @FredMartinent bin ich über diese Präsentation von Vision Mobile gestolpert. Starke und umfassende Analyse der Trends in der Mobilfunkbranche, definitiv einen Blick wert:
Dank @FredMartinent bin ich über diese Präsentation von Vision Mobile gestolpert. Starke und umfassende Analyse der Trends in der Mobilfunkbranche, definitiv einen Blick wert:
Mobile World Congress nähert sich dem Ende. Die Gerätehersteller haben mehr oder weniger ihre Antwort auf das iPhone mit Touchscreens, Betriebssystemen und App Stores vorgestellt. Auf den ersten Blick war kein „iPhone Killer“ dabei, bei näherer Betrachtung jedoch bin ich zu einer etwas differenzierten Meinung gekommen.
Applikationen auf dem Handy
Die, sagen wir, traditionellen Gerätehersteller wie Nokia, Sony Ericsson, oder Samsung warteten mit jeder Menge Kooperationen mit Social Networks oder IM Diensten wie Skype, Fring & Co. auf. Erstmal ist die Nutzung solcher Dienste nichts neues, gerade aus Sicht des iPhones regelrecht langweilig. Der Unterschied liegt jedoch bei der Integration der Services in das Betriebssystem des Endgerätes. Beim iPhone läuft alles in einer Applikation währenddessen beispielsweise Nokia hergeht und Anwendungen wie Skype „nativ“ in das Betriebssystem integriert und mit traditionellen Anwendungen wie beispielsweise dem Adressbuch „verheiratet“. Dadurch bekommt die Nutzung von Diensten auf dem Handy ein ganz anderes Qualitätsniveau. Das kann das iPhone derzeit nicht leisten.
App Store
Die meisten App Store Modelle, wie beispielsweise der Android Market sehen ein Revenue Share mit den Mobilfunkbetreibern vor. Oder beispielsweise Nokia kooperiert mit T-Mobile’s web’n’walk widgets. Nicht der Fall bei Apple’s iPhone. Give to get!
Eingabemethoden bzw. Touchscreen
Apple’s Multi-Touch Technologie ist noch führend bei den Endgeräten, die bereits im Markt sind (!), aber auch hier steht die Entwicklung noch am Anfang. Und wer sagt, dass Touchscreen das Ende der Fahnenstange ist?
Hat das iPhone also lediglich den First-Mover-Advantage und Imagevorteil oder wird Apple es (auch) langfristig schaffen, sich im Handymarkt zu den Main Playern zu zählen? Dazu gehört ein tiefes Verständnis von Mobilfunktechnik und die Erfahrung mit etwaiger. Und ach ja, die 4. Generation Netztechnologie (LTE) wird den Markt noch mal vor eine völlig neue Herausforderung stellen. Schließlich spielt sie den Netzbetreibern wieder einen großen Vorteil gegenüber den Mitstreitern aus Internet und Hardwaretechnologie zu!
… Nothing is more exciting right now than the Mobile Industry!
Image: 3D UI of the new LG Arena (via Gizmodo)
Bevor der Mobile World Congress in Barcelona überhaupt erst angefangen hat, heißt es bereits, dass Google’s Android, neben HTC und 1-2 kleineren Playern, erstmal keine Endgeräte mit weiteren Playern wie Samsung und Co. zum besagten Ereignis launchen wird.
Die großen Endgerätehersteller haben (nun) ein gesteigertes Interesse ihre eigenen Plattformen zu stärken bzw. aufzubauen. Dementsprechend bleiben für Android Hersteller wie HTC oder Neuzugänge wie Garmin oder Asus als Partner. Schließlich können diese nur profitieren von der gigantischen User Base, die Google mitbringt.
Das Problem dabei ist jedoch, dass Google es mit diesen Herstellern nie schaffen wird, ein echtes Killer-(i)Phone zu entwickeln, sondern immer nur im Mittelfeld spielen wird.
Aus Branchenkreisen wird zunehmend verlautbar, dass Sony Ericsson in massiven Schwierigkeiten steckt. Die Entwicklung bereits angekündigter Modelle wurde eingestellt und die finanzielle Lage ist mehr als düster.
Sony Ericsson hat es in den vergangenen Jahren exzellent verstanden sich mit seinen Walkman und Cam Phones in den entsprechenden Segmenten zu positionieren. Damit hat Sony die Kernkompetenz aus dem Stammgeschäft hervorragend in den Mobilfunkmarkt verlängern können. Was dabei allerdings zu kurz gekommen ist, ist der Aufbau und die Weiterentwicklung der eigenen Plattform und somit die Differenzierung im Mobilfunkmarkt von morgen.
Sony Ericsson’s Marktwert dürfte derzeit ein neues Tief erreicht haben. Man sagt, das sind gute Momente, um eine Firma oder einzelne Teile einer Firma zu kaufen…
Interessanterweise war vor dem iPhone der Zugriff zum Internet fast ausschließlich über den jeweiligen Browser des Handys möglich. Dabei wurde die Desktop PC Erfahrung allzu selbstverständlich auf das Handy übertragen, ohne die Frage zu stellen, ob der Browser tatsächlich der nutzerfreundlichste Zugriff auf das Internet vom Handy aus ist.
Neben der Seitendarstellung und dem Navigieren durch eine Webseite dank Touchscreen hat Apple durch den App Store neue Formen der Internetnutzung auf dem Handy ermöglicht.
Somit werden mehr und mehr Internetanwendnungen durch direkten Zugriff per App genutzt. Die App ersetzt den Browser.
Welche Internetanwendungen bleiben also eigentlich am Ende, die nicht durch eine App ersetzt werden können? Sogar für die Google Suche gibt es eine eigene App, erst bei klick auf ein Suchergebnis erfolgt die Weiterleitung an den Browser. Ähnlich ist es bei Links, die in Emails oder bei Twitter gepostet bzw. „getweetet“ werden. In der Regel wird auf Artikel, Fotos und Video content verlinkt. Letzten Endes ließe sich auch hier der Browser ersetzen, nämlich durch einen Picture Viewer, einen Video Player oder einen ’Textviewer’. Im letzen Fall ähnlich also wie beim Kindle von Amazon.
Somit könnte schon bald auf das lästige Navigieren durch mobile Webseiten verzichtet werden und für Webseitenbetreiber würde sich die Frage nach einer optimierten mobilen Version der Seite erübrigen. Es würde lediglich die Entwicklung einer App von Nöten sein.
Oder ist am Ende das Betrachten der tatsächlichen Webseite doch ein unverzichtbarer Teil des mobilen Internets?