The Future Is Now: Operator2.0
Interessanterweise werden derzeit die größten Innovationen im Mobilfunkmarkt von Geräteherstellern getrieben. Vorneweg Apple mit dem iPhone, aber auch RIM oder Nokia mit seinen Vorstellungen auf der Nokia World lassen sich nicht lumpen. Bereits noch vor einem Jahr sah die Welt anders aus, irgendwie geordneter. Jetzt scheint alles möglich, Gerätehersteller aller Art drängen plötzlich in den Mobilfunkmarkt und wollen kräftig mitmischen.
Aber was wird aus den Mobilfunkbetreibern? Da gibt es das viel besprochene Modell der Bit Pipe. Aber das ist nicht wirklich im Interesse der Mobilfunkbetreiber und meiner Meinung nach können die mehr. Aber wie?
Offensichtlich spielt nicht nur das Endgerät „das Terminal“ eine Rolle, sondern auch immer mehr die Frage nach der Software, den Applications, die sich auf dem Gerät befinden oder die auf das Gerät geladen werden können. Hier stellt Apple mit seinem App. Store, Google mit Android Market aber auch RIM mit seinem zukünftigen Berrystore eine Vertriebsplattform für die Entwickler Gemeinde zur Verfügung, allerdings limitiert auf die eigenen Geräte (bzw. Betriebssystem im Falle von Android).
Vodafone beispielsweise betreibt sein Vodafone Live Portal oder T-Mobile die t-zones. Ich finde das sind Plattformen, die sich hervorragend eignen, um sie Richtung App. Store zu entwickeln. Warum also nicht diese Portale nutzen, um modular Tarife anzubieten, die sich der User individuell im Portal zusammenstellen kann und sich den Client oder die App. im Paket gleich dazu liefern lässt? Wie wäre es beispielsweise mit einem all-you-can-eat Twitter-, Facebook-, News- oder Google-Paket? Das Revenue Share Modell in diesem Fall wäre offensichtlich zugunsten der Entwickler und Mobilfunkbetreiber.
Denn, wenn wir mal ehrlich sind, werden wir am Ende des Tages ein paar wenige Kernanwendungen auf unserem Handy haben, die wir wirklich täglich nutzen. Oder kann Jemand behaupten er nutze 148 Apps. gleichzeitig? Ist das Prinzip nicht vergleichbar mit dem eines MP3 Players, bei dem sich meine Vorlieben ändern und ich mir meine Wiedergabelisten immer wieder neu zusammenstelle?
Daneben gibt es noch viele weitere spannende Ansätze, um neue Erlösquellen für Mobilfunkbetreiber zu schaffen… The Future Is Now!