Archive for Dezember, 2008

Social Networks And Mobile Trends 2009

Dienstag, Dezember 30th, 2008

Nachdem ich etliche Artikel zum oben genannten Thema ’konsumiert’ habe und mir viele Gedanken gemacht habe, folgend mein Fazit:

Zum Thema Social Networks wird 2009 das Jahr der Konsolidierung. Meiner Meinung nach werden es die kleinen und auch die lokalen Netzwerke schwer haben. Stichwort API - aufgrund der Konsolidierung wird das Aggregieren von Social Networks und der darin stattfindenden Kommunikation immer mehr an Bedeutung gewinnen und dieses funktioniert nun mal nur, wenn Schnittstellen bestehen. Daneben wird die Monetarisierung aufgrund der wirtschaftlichen Krise weiter in den Vordergrund rücken, hierzu können nach wie vor die wenigsten Social Networks nachhaltige Modelle liefern.

Demzufolge setze ich für das nächste Jahr auf MySpace, Facebook und Twitter, die weiterhin an Bedeutung gewinnen werden und bei denen es zu erwarten ist, dass sie nachhaltige Monetarisierungsmodelle liefern werden.

Mobilisierung von Social Networks wird ein großes Thema sein. Anbieter, die API und eine vernünftige Datenschutzregelung vorweisen können, werden hier ebenfalls klar im Vorteil sein.

Womit wir bei den Mobile Trends wären.
Allen Prognosen zufolge wird die Kaufkraft im Jahr 2009 sinken, demzufolge ist es fraglich wie weit der Smartphone Absatz weiter steigt, auch wenn bekanntlich weitere Smartphones auf den Markt drängen.

2009 wird das Android Jahr.
Ich rechne mit 3-5 weiteren Endgeräteherstellern und Mobilfunkbetreibern, die Android Geräte auf den Markt bringen werden. Der Android Market als App Store wird starken Wachstum verzeichnen und den Trend Software auf das Handy zu laden, weiter stärken.

Die Mobilfunkbetreiber geraten zunehmend unter Druck und werden stärker auf eigene Software Entwicklung und die Integration von Web2.0 Diensten setzen. Interessant zu beobachten, wird ganz besonders, ob die Mobilfunkbetreiber von ihren Qualitätsansprüchen abrücken, um flinker auf das immer schneller werdende Wettbewerbsumfeld reagieren zu können. Diesbezüglich haben die Start-Ups mit Betazugängen den Weg bereitet. Ein hervorragendes Tool, um schnell zu sein und gleichzeitig Nutzer und wertvolles Feedback zur Verbesserung des Services zu generieren, ganz Web2.0-ig eben. Hier befinden wir uns also nach wie vor mitten in der digitalen Revolution, zumindest daran wird sich auch nächstes Jahr nichts ändern!

In diesem Sinne ein frohes, spannendes Neues Jahr!
Fee

Mobile Advertising, one idea

Mittwoch, Dezember 17th, 2008

Ich bin die Tage über ein spannendes Konzept von einem Startup namens AditOn gestolpert.

AditOn bietet Werbung für den idle-screen im Ruhezustand. Also, wenn wir das Handy gerade nicht nutzen, werden Werbebilder und Inhalte rotierend eingeblendet. Auf diese Art und Weise wird die Werbung unaufdringlich und spielt sich im Hintergrund ab. Bei Interesse kann der User dann weitere Informationen anfordern, die per Video, Bild oder Anruf geliefert werden. Durch die Auswahl der Informationen wird ein Profil des Users anhand seiner Interessen geformt, somit wird die Werbung, die eingeblendet wird, auf die individuellen Interessen zugeschnitten. Die Relevanz der Werbung für mich nimmt somit stetig zu.

Dadurch wird auch automatisch die immer noch sehr mühsame Nutzung des Browser überflüssig und versüßt Wartezeiten mit Abrufen relevanter Informationen. Das Abrufen der Informationen, also die Nutzung des mobilen Internets ist für den Nutzer kostenlos.

Ein Service, der mich persönlich sehr überzeugt, weil er unaufdringlich ist und Relevanz schafft.

Vodafone’s Smart Move

Dienstag, Dezember 9th, 2008

Letzte Woche erst habe ich zum Thema Zukunftsmodell Carrier geschrieben und gerade heute wurde bekannt, dass Vodafone plant Wayfinder, eine Mapping- und Navigationsfirma, zu kaufen. Damit zielt Vodafone offensichtlich auf den Ansatz ab, eigene mobile applications zu entwickeln bzw. zu vertreiben. Dazu ist heute ein sehr interessanter Artikel auf mocoNews.net erschienen. Hier ein kleiner Ausschnitt

“…What’s especially interesting, is the deal signals a possible return to the operator building its own mobile applications, when the trend has been to outsource their development. Not only does this show how important Vodafone (NYSE: VOD) values LBS as a strategic advantage, but the pressure that the likes of Nokia and Google, with their own mobile internet aspirations, have placed on it…”

“… But operators still have one major advantage, says Delaney, and that is the ability to track their users in real time, meaning they alone can build services based on this valuable data. “It means they could offer better functionality in their LBS offerings,” he says…”

Link zum vollständigen Artikel

Nokia, The Crusader

Freitag, Dezember 5th, 2008

Nokia hat heute bekannt gegeben, dass sie für Vertu einen MVNO in Japan Anfang nächsten Jahres launchen werden. Wenn man sich diese Nachricht anschaut und das mit den Bekanntmachungen auf der Nokia World Anfang dieser Woche addiert, ist das Gewicht dieser Nachrichten für die Branche offensichtlich.

Nokia hat in den vergangenen Monaten Gateway Provider, Software Firmen und Startups aufgekauft, um nun mit einem eigenen Betriebsystem (Symbian), eigenen Applikationen und einer eigenen Plattform (Ovi) die komplette Beziehung zum Endkunden selber bedienen zu können. Die entscheidende Nachricht hierbei ist allerdings die Tatsache, dass Nokia in Zukunft die Gerätekonfiguration nicht mehr den Mobilfunkbetreibern überlässt, sondern ihre eigene Gerätekonfiguration und Plattform samt Kundenbeziehung in den Markt drückt. Da die Mobilfunkbetreiber somit den Support und damit die Kundenbeziehung nicht mehr in der Hand haben, hat Nokia soeben den Mobilfunkbetreiber ausgeknipst. Der Launch des MVNOs in Japan mag nur ein Test sein, aber es liegt auf der Hand, dass Nokia zukünftig in weiteren Märkten MVNOs launchen wird.

Apple hat angefangen und Nokia hat im großen Stil diese Entwicklung nun fortgesetzt. Ich bin gespannt wie die Mobilfunkbetreiber darauf reagieren werden.

Wenn ich Investor wäre, würde ich in Hardware Startups und Software Firmen investieren, die werden die Mobilfunkbetreiber nämlich jetzt brauchen!

Social Networks: Monetization on-the-go

Freitag, Dezember 5th, 2008

In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation stehen Social Networks mehr denn je unter Druck ihre Geschäftsmodelle zu monetarisieren. In den letzten Jahren haben sich weltweit Social Networks im Netz etabliert, Heerscharen an Usern generiert und ordentlich Buzz erzeugt.

Da das werbefinanzierte Modell bisher nicht wirklich greift, drängt sich die Frage auf, welche alternativen Mittel es gibt, die Geschäftsmodelle profitabel zu machen.

Vielleicht kann hier sogar von der good old economy gelernt werden, in der oftmals etablierte Marken durch so genannte Line Extension in andere Geschäftsbereiche übertragen werden und damit auch die Umsatzquelle erweitert wird. Bestes Beispiel: Die Marke Bild, neben dem Flagship Bild gibt es ComputerBild, AutoBild, SportBild und im Internet bild.de.

Wenn Social Networks nun also Millionen von Mitgliedern haben, denen es in erster Linie um den Austausch mit Freunden geht, warum nicht einen echten Mehrwert bieten durch die Erweiterung der Marke in den Mobilfunkmarkt? Technisch gesehen halten sich die Kosten einen MVNO (Mobile Virtual Network Operator) zu gründen in Grenzen. Es ist in der Regel das Marketing für die Kundenakquise, das teuer ist. Und genau dies bleibt den Social Networks erspart, schließlich haben sie bereits Mitglieder. Hier können ab SIM Karte 1 Umsätze generiert werden und auf die Zielgruppe zugeschnittene Tarife und Tarifoptionen angeboten werden, beispielsweise ein MMS Paket zum Hochladen von Fotos oder ein spezieller Tarif, der die Telefonie unter den Mitgliedern, also innerhalb desselben Mobilfunknetzes, besonders attraktiv macht. Viele weitere Features bis hin zum maßgeschneiderten Handy sind hier denkbar.

Beispielsweise die Firma Brand Mobile mit Sitz in Düsseldorf konzentriert sich auf Line Extension von etablierten Marken in den Mobilfunkmarkt.

The Future Is Now: Operator2.0

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Interessanterweise werden derzeit die größten Innovationen im Mobilfunkmarkt von Geräteherstellern getrieben. Vorneweg Apple mit dem iPhone, aber auch RIM oder Nokia mit seinen Vorstellungen auf der Nokia World lassen sich nicht lumpen. Bereits noch vor einem Jahr sah die Welt anders aus, irgendwie geordneter. Jetzt scheint alles möglich, Gerätehersteller aller Art drängen plötzlich in den Mobilfunkmarkt und wollen kräftig mitmischen.

Aber was wird aus den Mobilfunkbetreibern? Da gibt es das viel besprochene Modell der Bit Pipe. Aber das ist nicht wirklich im Interesse der Mobilfunkbetreiber und meiner Meinung nach können die mehr. Aber wie?

Offensichtlich spielt nicht nur das Endgerät „das Terminal“ eine Rolle, sondern auch immer mehr die Frage nach der Software, den Applications, die sich auf dem Gerät befinden oder die auf das Gerät geladen werden können. Hier stellt Apple mit seinem App. Store, Google mit Android Market aber auch RIM mit seinem zukünftigen Berrystore eine Vertriebsplattform für die Entwickler Gemeinde zur Verfügung, allerdings limitiert auf die eigenen Geräte (bzw. Betriebssystem im Falle von Android).

Vodafone beispielsweise betreibt sein Vodafone Live Portal oder T-Mobile die t-zones. Ich finde das sind Plattformen, die sich hervorragend eignen, um sie Richtung App. Store zu entwickeln. Warum also nicht diese Portale nutzen, um modular Tarife anzubieten, die sich der User individuell im Portal zusammenstellen kann und sich den Client oder die App. im Paket gleich dazu liefern lässt? Wie wäre es beispielsweise mit einem all-you-can-eat Twitter-, Facebook-, News- oder Google-Paket? Das Revenue Share Modell in diesem Fall wäre offensichtlich zugunsten der Entwickler und Mobilfunkbetreiber.

Denn, wenn wir mal ehrlich sind, werden wir am Ende des Tages ein paar wenige Kernanwendungen auf unserem Handy haben, die wir wirklich täglich nutzen. Oder kann Jemand behaupten er nutze 148 Apps. gleichzeitig? Ist das Prinzip nicht vergleichbar mit dem eines MP3 Players, bei dem sich meine Vorlieben ändern und ich mir meine Wiedergabelisten immer wieder neu zusammenstelle?

Daneben gibt es noch viele weitere spannende Ansätze, um neue Erlösquellen für Mobilfunkbetreiber zu schaffen… The Future Is Now!

Nokia N97 - to hype, or not to hype, that is the question

Dienstag, Dezember 2nd, 2008

Nokia stellt mit der Entwicklung des N97 Innovationskraft unter Beweis und liefert eine Antwort auf das iPhone.

Nichtsdestotrotz geht ein großes Raunen -oder sollte ich sagen Enttäuschung- durch die blogosphere. Man hätte mehr erwartet als ein N97, ganz besonders bei den großen Vorankündigungen inkl. Countdown auf der Nokia Webpage.

Also, wenn ich mir die N97 Feature Liste so anschaue, kann das N97 locker mit dem iPhone mithalten und schlägt es sogar in einigen Punkten. Da wäre beispielsweise die 5-Megapixel-Kamera, die geokodierte Fotos schießt oder, ähnlich wie beim G1, die ausziehbare QWERTZ Tastatur wie auch ein Touchscreen, der sich horizontal kippen lässt. Hier bin ich wirklich neugierig, wie Nokia dies umsetzt, schließlich ist Nokia bekannt für extrem solide Hardware.

Neben dem Browser, der Flash-Animationen verspricht, bin ich ganz besonders gespannt auf die eingebaute A-GPS-Navigation mit elektronischem Kompass, hat sich Nokia doch in den vergangenen Jahren im Bereich Mapping und Navigation echte Kompetenz eingekauft und aufgebaut.

Mein endgültiges Urteil werde ich erst fällen können, wenn ich das Gerät in der Hand halte, aber ich denke mit dem N97 könnte die erste wirklich ernstzunehmende Konkurrenz auf das iPhone zukommen.

Nokia World 2008
You Tube Demo Video